Der Fall ins Bodenlose
Das Risiko, aus gesundheitlichen Gründen den Beruf aufgeben zu müssen, ist höher als die meisten Deutschen vermuten. Foto: djd/AXA(rgz-p). Jährlich erleiden über eine Million Deutsche eine schwere Krankheit wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das betrifft nicht nur ältere Menschen, sondern immer wieder auch Personen, die im Berufsleben stehen. Mit dem medizinischen Fortschritt steigen die Chancen auf Heilung. Doch bis zur Rückkehr in ein normales Leben ist es ein langer Weg. Oft können die Betroffenen ihren Beruf nicht weiter ausüben. Deshalb ist private finanzielle Vorsorge wichtig. Im Fall einer Berufsunfähigkeit - ganz gleich wodurch sie verursacht wurde - besteht für alle nach 1960 geborenen Bundesbürger nur noch Anspruch auf eine niedrige gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Doch nicht einmal jeder vierte Haushalt hat eine private Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Grund sind meist fehlendes Risikobewusstsein oder hohe Kosten.
Erste Wahl: Berufsunfähigkeitsversicherung
Die Absicherung erster Wahl ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie ersetzt das wegfallende Einkommen in der vereinbarten Höhe, wenn der Versicherungsnehmer seinen zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr oder nur noch teilweise ausüben kann. Gezahlt wird während der gesamten Dauer der Berufsunfähigkeit, bei den meisten Anbietern längstens bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres. Doch nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten oder gesundheitlichen Voraussetzungen dafür.
Günstigere Alternativen
Eine günstigere Alternative ist eine Existenzschutzversicherung. Sie zahlt im Versicherungsfall eine monatliche Rente, deren Höhe zwischen 250 und 3.000 Euro frei wählbar ist - unabhängig vom ausgeübten Beruf und von der Höhe des Einkommens. Voraussetzung ist eine mindestens 50-prozentige Invalidität nach einem Unfall oder schwere Schädigungen eines wichtigen Organs wie Herz, Leber oder Lunge. Die Versicherung leistet auch beim Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Sprechen und bei der Einstufung in eine Pflegestufe der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die monatliche Rente wird unabhängig von anderen gesetzlichen oder privaten Versicherungen in vollem Umfang ein Leben lang gezahlt.
Wenig staatliche Unterstützung
Wer heute berufsunfähig wird, kann nur mit wenig staatlicher Unterstützung rechnen. Nur vor 1961 Geborene haben noch den “Berufsschutz”. Alle anderen können unabhängig von Ausbildung und Arbeitsmarktlage auf jeden anderen Beruf verwiesen werden. Bei voller Erwerbsminderung können Frauen mit durchschnittlich 636 Euro, Männer mit 676 Euro gesetzlicher Rente pro Monat rechnen - zu wenig, um fehlendes Gehalt und Mehrkosten bei einer schweren Erkrankung zu decken. Selbstständige oder Hausfrauen und -männer genießen oft gar keinen staatlichen Schutz. Infos unter www.axa.de/existenzsichern.

