Kickers-Leben geht trotz Skandal weiter


Geschrieben am Dienstag, 7. September 2010

Alle Proteste der Kickersspieler halfen nicht: Der zweifelhafte Unparteiische Rafael Foltyn sprach drei Platzverweise für die Blauen aus. Foto: Kai SchwabDas Skandalspiel gegen Nürnberg ist noch so nah – und dennoch müssen sich Dirk Schuster und sein Team auf die kommende Aufgabe bei der TSG Hoffenheim II am Samstag, 11. September, 14 Uhr, vorbereiten.
Von Ralf Bachmayer
Aber ist da an eine normale Vorbereitung überhaupt zu denken? Der Spagat für Schuster zwischen Motivation seines Teams und dessen Fernhaltung von Übermotivation wird wohl auch eine der großen Aufgaben des Trainerstabes in den kommenden Tagen darstellen. Auch vielleicht über das Hoffenheim-Spiel hinaus.
»Um das Erlebte überhaupt erst einmal verarbeiten und filtern zu können, haben wir der Mannschaft zu Wochenbeginn zwei Tage freigegeben«, äußert sich Schuster. Wohl wissend, dass damit allein nicht wieder der Fußball-Alltag einkehren wird.
»Wir müssen jetzt eben eine Reaktion zeigen«, blickt Schuster voraus. »Eine Reaktion, die zeigt, dass wir uns auch durch solche Vorkommnisse nicht von unserer Richtung abbringen lassen.«
Auf das Sportliche reduziert, zeigte die Richtung nämlich, dass auch gegen spielstarke und ballsichere Mannschaften wie Nürnberg II der »Kickers-Weg« der richtige zu sein scheint. Laufbereitschaft, hoher physischer Aufwand und der Wille ein Spiel zu gewinnen. Dass dem ein einziger, nicht beeinflussbarer Faktor in Schwarz – beziehungsweise am letzten Samstag in Rot – etwas entgegen zu setzen hatte, »liegt leider außerhalb unserer Verantwortung«.

Stuttgarter Kickers

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