Mit dem Auto sicher und zuverlässig durch den Winter


Wenn der erste Schnee fällt, sollte das Auto bereits winterfit und mit Winterreifen ausgestattet sein.
Foto: djd/Continental
(rgz-p). Noch weiß niemand, wann Frost und Schnee für winterliche Straßenverhältnisse sorgen werden. Wer sein Fahrzeug aber rechtzeitig darauf vorbereitet, kann unliebsame Überraschungen vermeiden. Eine kleine Checkliste hilft dabei, dass Autobesitzer nichts vergessen und sicher in die kalte Jahreszeit starten: Reifen, Flüssigkeiten, ein Beleuchtungs- und Scheibenwischercheck gehören ebenso dazu wie nützliches Zubehör für eine sichere Winterreise.

Mehr Sicherheit durch zeitigen Umstieg auf Winterreifen

Winterreifen gehören nicht erst beim ersten Schneefall aufs Auto. Bereits bei Temperaturen unter sieben Grad sind moderne Winterpneus den Sommerreifen überlegen. Die Gummimischungen für den Sommer werden dann härter und stellen den Fahrbahnkontakt nicht mehr so gut sicher wie die Winterreifen, die auch bei klirrendem Frost flexibel bleiben. “Elektronische Systeme wie ABS, ASR, ESC und ESP sind ebenfalls auf einen Reifen angewiesen, der die Kräfte optimal auf die Fahrbahn überträgt”, erläutert der Continental-Reifenexperte Dr. Burkhard Wies. “Winterreifen sind im Interesse der Fahrsicherheit daher unverzichtbar, unabhängig vom Fahrstil oder vom Fahrzeugkonzept.”

Vier Millimeter Restprofil sind das Minimum, damit die Reifen ihre Aufgaben auf Schnee und Eis zuverlässig erfüllen können. Daher ist es sinnvoll, rechtzeitig zu kontrollieren, ob die “Alten” in der Garage noch tauglich sind. Beim ersten Schnee entstehen zuverlässig Jahr für Jahr lange Schlangen vor den Fachhändlern. Wer sich rechtzeitig, schon Ende September oder Anfang Oktober, zum Reifenwechsel in der Werkstatt anmeldet, kann die langen Wartezeiten vermeiden. Zudem sind die Lager der Händler dann gut gefüllt und der Kunde hat eine große Auswahl ohne Bestellzeiten. Der Griff zum Schnäppchen ist nicht unbedingt eine sichere Wahl - in den ADAC-Reifentests liegen regelmäßig die etwas teureren Markenreifen auf den vorderen Rängen, bei den No-Names gibt es immer mal wieder Ausreißer nach unten.

Voller Durchblick bei Matsch, Schnee und Frost

Wischerblätter und Scheibenwischwasser sind bei Schmuddelwetter unentbehrlich. Die Blätter sollten daher geprüft und im Zweifelsfall ausgetauscht werden. Ins Wischwasser gehört Frostschutz, mindestens bis minus 20 Grad - ist das Wasser erst einmal gefroren, kann es mit dem Auftauen dauern. Falls es doch mal passiert ist, kann eine längere Standzeit in einer Tiefgarage helfen, denn dort ist es oft warm genug. Eine Rundumkontrolle der Beleuchtung gehört unbedingt zum Wintercheck, ebenso wie die Kontrolle der Batterie.

Um ein Zufrieren der Türen zu vermeiden, ist eine Pflegebehandlung der Gummidichtungen sinnvoll. Geeignet sind spezielle Gummipflegemittel, Vaseline aus der Apotheke oder Talkumpuder erfüllen aber den gleichen Zweck. Zum Schutz des Türschlosses ist normales Öl ungeeignet. Hier ist Graphit- oder Silikonspray das richtige Mittel. Ein Schlossenteiser ist ebenfalls anzuraten. Er gehört aber in die Garage oder in die Manteltasche. Liegt er im Auto, bleibt er im Fall der Fälle unerreichbar.

Das Erhitzen des Schlüssels mit dem Feuerzeug kann bei Fahrzeugen neuerer Bauart ein teures Vergnügen werden. Die meisten Schlüssel besitzen heute ein elektronisches Innenleben, das Hitze mit Funktionsausfall quittieren kann. Unbedingt zu checken ist das Kühlwasser des Motors, denn sein Einfrieren kann das Aus für den Motorblock bedeuten. Den Check kann jede Tankstelle und Werkstatt im Handumdrehen durchführen, preiswerte Messgeräte zum Selbstprüfen gibt es im Autofachhandel.

Sicher durch Staus und Pannen

Staus und Pannen sind auf der Fahrt in den Winterurlaub keine Seltenheit. Wer Decken, warme Jacken, Mützen und Handschuhe parat hat, ist auch für längere Standzeiten gut gerüstet. Immer dabei sein sollte ein Reservekanister mit Treibstoff, damit im Zweifelsfall die Autoheizung weiter betrieben werden kann. Doch Vorsicht: In Österreich, Frankreich und Italien darf der Reservebehälter nicht mehr als zehn Liter fassen. Für Reisen ins Gebirge sind Schneeketten unerlässlich und auf etlichen Passstraßen sogar Vorschrif