Wenn die Hormone verrückt spielen


Jede Frau erlebt die Wechseljahre - die eine mehr, die andere weniger heftig.
Foto: djd/KarstadtQuelle Versicherungen
(rgz-p). Jede Frau erlebt sie - die einen werden mehr von Beschwerden geplagt, die anderen weniger. Es geht um die Wechseljahre, von denen rechnerisch gerade rund acht Millionen Bundesbürgerinnen betroffen sein dürften. Viele von ihnen erleben Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen oder sogar Depressionen. Schnelle und wirksame Hilfe wird oft verzweifelt gesucht. Was kann man gegen die Beschwerden tun, was bringen Hormonpräparate oder kann auf sie komplett verzichtet werden?

Zunächst auf natürliche Mittel setzen

Dr. med. Jens Herold ist Facharzt für Gynäkologie in München: “Wer unter diesen Beschwerden leidet, sollte es zunächst mit natürlichen Mitteln versuchen. Dazu ist viel Bewegung und frische Luft sinnvoll. Wenn der Leidensdruck zu hoch wird, kommt aber dennoch nach ärztlicher Beratung eine Hormonbehandlung in Frage.” Zur Linderung der Beschwerden empfiehlt er im Rahmen der Naturheilkunde vor allem Phytotherapeutika - also pflanzliche Arzneimittel - wie etwa Cimicifuga, Isoflavone und Rotklee.

Attraktivität spielt heute auch bei den “Best Agern” eine immer größere Rolle. Mit Beginn der Wechseljahre haben aber viele mit einer unangenehmen Gewichtszunahme zu kämpfen. Dr. Herold: “Das beste Mittel dagegen ist und bleibt Bewegung, die an eventuell vorhandene Beschwerden angepasst werden muss. Ich empfehle Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen und Gymnastik.”

Auch die Finanzen checken

In der zweiten Lebenshälfte sollte man nicht nur regelmäßig seinen Körper checken, sondern auch die Finanzen. Dieter Sprott vom Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen: “Zu den wichtigsten Policen gehört jetzt die Unfallversicherung. Denn die Unfallhäufigkeit nimmt in der zweiten Lebenshälfte deutlich zu, die Folgen sind oft gravierender als in jungen Jahren.” Zahnersatz wird bei fast jedem in der zweiten Lebenshälfte nötig, daher kann auch eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein. Dieter Sprott: “Damit kommen gesetzlich Krankenversicherte in den Genuss von Leistungen, die sonst nur Privatpatienten beim Zahnarzt erhalten.”